Der Open-Source Gedanke

Durch Open-Source ist es möglich, viele Programme und Funktionen kostenlos zu erwerben.  Sei es ein Betriebssystem, eine Office-Lösung, ein CMS,  ein Exchange Client oder viele andere Programme. Somit gibt es in (fast) jedem Bereich eine Lösung, die ohne monetäre Aufwendungen zu bekommen ist. Nur wie können sich Open-Source Projekte auf Dauer finanzieren und wer sollte dafür zahlen?

Natürlich ist hierbei kostenlos nicht immer gleich umsonst. Insbesondere bei komplexen Anwendungen, die in Firmen eingesetzt werden, spielen andere Faktoren eine wichtigere Rolle als die Kosten für den Erwerb. Hierbei ist es wichtig, dass das Produkt zukunftssicher ist und auch ein Support vorhanden ist. Ansonsten können kleinere Probleme sehr viel Zeit und somit auch Geld in Anspruch nehmen. Gerade in diesem Punkt gibt es bei vielen Open-Source Systemen noch kleinere oder größere Mankos. Oftmals ist ein Projekt unzureichend dokumentiert und ein genauer Funktionsüberblick ist auch eher selten anzufinden. Dieses macht die Auswahl unnötig schwierig. Bei kommerziellen Programmen gibt es meistens eine kostenlose Hotline, bei der man sich über den Funktionsumfang informieren kann oder aber später durch Support unterstützt wird. Dieses ist bei Open-Source natürlich nicht so einfach möglich, weil durch den Verkauf der Programme kein Umsatz erzielt wird. Die einzige Möglichkeit für Open-Source Projekte Geld zu verdienen ist durch Support, Werbung auf der Internetseite, einen erweiterten Funktionsumfang oder durch Mitgliederspenden.

Oftmals liegt genau bei den Mitgliederspenden das Problem. Hierbei ist natürlich nicht der Privatanwender in der Pflicht sondern, vielmehr das Unternehmen. Leider gibt es noch immer viel zu viele Firmen, die mit Open-Source-Systemen ihr Geld verdienen, den Entwickler aber nicht genug unterstützen. Nur wie viel sollte ein Unternehmen spenden? Hierfür kann die Faustformel 10 % vom  Netto Rechnungsbetrag genommen werden. Somit wird der Entwickler entsprechend unterstützt und die Firma sichert die Weiterentwicklung des Produktes und somit auch ein Stück ihres Umsatzes. Denn nur durch stetige Weiterentwicklung kann ein System zukunftssicher gestaltet und somit der Erfolg langfristig gesichert werden.

Des Weiteren gibt es aber noch andere Möglichkeiten, ein Open-Source System zu unterstützen. Ein gutes Beispiel ist die TYPO3 Association, die hauptsächlich für die Weiterentwicklung von TYPO3 verantwortlich ist. Hier bekommt man durch verschiedene Mitgliedschaften die Möglichkeit, die Association bei der Arbeit zu unterstützen. Die Preise werden nach verschiedenen Mitgliedsstadien  gestaffelt.

Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass die Firmen verstärkt Open-Source Projekte unterstützen, damit sich das Entwickeln von Open-Source Software auch weiterhin lohnt.

Ein Gedanke zu „Der Open-Source Gedanke

  1. Jan Asmussen

    Prinzipiell ein wichtiges Thema, aber weiß nicht schon jeder was Open Source ist? Willst du mit dem Artikel dazu aufrufen, mehr zu spenden?

    Der Open-Source Sektor lebt meines Erachtens nicht von Spenden einzelner Personen oder Agenturen, sondern von gezielter Unterstützung großer Konzerne…

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