E-Mandat weiterhin möglich

Wie bereits in einem anderen Artikel beschrieben ergeben sich durch SEPA auch Umstellungen für Shop Betreiber. Die große Unbekannte war bisher das E-Mandat beim Lastschriftverfahren. Aktuell muss das Mandat, welches dem Lastschrifteinreicher zum Einzug des Rechnungsbetrags ermächtigt, nicht in schriftlicher Form vorliegen. Bei SEPA sind viele Experten der Meinung, dass ein E-Mandat nicht mehr möglich ist und ein schriftliches Mandat vorliegen muss. Das würde für die Shop Betreiber einen erheblichen Mehraufwand bedeuten.

Am Donnerstag hat das Bundesministerium für Finanzen eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der es die Wichtigkeit der Lastschrift für den Onlinehandel betont. Konkret heißt es in dem Schreiben:

Weder die europäische SEPA-Verordnung noch das SEPA-Begleitgesetz ändern etwas an der Möglichkeit, Lastschriftmandate im Internet zu erteilen.

Weiterhin heißt es, dass die Bank des Lastschrifteinreichers wie bisher entscheidet, ob sie im Internet erteile Mandate akzeptiert. Das Schreiben kann hier eingesehen werden.
Somit herrscht nun Klarheit bei der Nutzung der Lastschrift im Internethandel, meint Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, in dem Schreiben.

Anscheinend wird aber kein weiterer Text in der SEPA-Verordnung mit aufgenommen. Endgültig Klarheit wird dann eventuell nur eine Klage bringen, wenn ein Kunde der Auffassung ist, dass kein gültiges Mandat besteht, da es nicht schriftlich erfolgt ist. Die Aussicht auf Erfolg ist aber sehr begrenzt.

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